Veranstaltungen



Konferenz "Die Frau von Morgen"

Am Mittwoch, 6. Juni 2018, 15 - 19:30 Uhr findet in Salzburg die Konferenz "Die Frau von Morgen" im Europasaal der Edmundsburg statt. Als Veranstalter fungieren das Stefan Zweig Zentrum Salzburg sowie der Fakultätsschwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte der Universität Wien.

In Panel 2 mit dem Titel "Konstruktionen von Frausein" hält Johanna Gehmacher den Vortrag

"Die 'moderne Frau'. Prekäre Entwürfe zwischen Anspruch und Anpassung."

Nähere Details zum Programm finden Sie HIER.


 Buchpräsentation

Das Projektteam freut sich sehr, zur Präsentation des neu erschienen Buches einzuladen:

Johanna Gehmacher, Elisa Heinrich, Corinna Oesch
Käthe Schirmacher: Agitation und autobiografische Praxis zwischen radikaler Frauenbewegung und völkischer Politik

--> Zur Ankündigung des Verlags

Die Journalistin, Schriftstellerin und Vortragsreisende Käthe Schirmacher (1865–1930) wird in diesem Band als eine exemplarische Protagonistin des Übergangs europäischer Gesellschaften um 1900 vorgestellt. Die transnationale Agitatorin, die sich als ‚moderne Frau‘ positionierte und in intimen Beziehungen mit Frauen lebte, wird in ihrem umfangreichen Nachlass als eine Erzählerin des eigenen Lebens sichtbar, die sich in wechselnden Konstellationen immer wieder autobiografisch neu entwarf.

Als Rednerin zog die vor dem Ersten Weltkrieg regelmäßig auch in Wien auftretende „radikale Frauenrechtlerin Dr. Käthe Schirmacher aus Paris“ ein breites Publikum an – dies galt auch für die von Schauspieler_innen vorgelesenen Repertoirevorträge der Wiener Urania, zu denen farbige „skioptische Bilder“ projiziert wurden. „Die Frau im öffentlichen Leben“, ein „Projektionsstück“ von Käthe Schirmacher aus dem Jahr 1903, wird im Rahmen der Buchpräsentation in Ausschnitten wiederaufgeführt.

Wann? Donnerstag 17. 5. 2018, 19h
Wo? Dachsaal der Wiener Urania, Uraniastraße 1, 1010 Wien


Programm

Begrüßung
Maria Mesner (Institut für Zeitgeschichte)
Waltraud Moritz (Böhlau Verlag)
Christian H. Stifter (Österreichisches Volkshochschularchiv)

Einführung
Johanna Gehmacher, Elisa Heinrich, Corinna Oesch

Käthe Schirmacher in Arenen der Frauenbewegung und des Nationalismus
Dietlind Hüchtker (Leipzig/Berlin)

„Die Frau im öffentlichen Leben“
Wiederaufführung eines Projektions-Vortrages mit Skioptikonbildern, Wien 1903/08, Prag 1905, Ausschnitte
Noemi Fischer (Wien)

Danach: Erfrischungen und Musik
Djs Renée Winter und Stefan Geissler


Veranstaltet/unterstützt durch:
Böhlau-Verlag, Fakultätsschwerpunkt der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Projekt Käthe Schirmacher), Forschungsverbund Gender & Agency, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, Österreichisches Volkshochschularchiv, Referat Genderforschung der Universität Wien, Urania Wien


GRACEH 2018

Elisa Heinrich ist mit einem Beitrag zur Kontroverse über den Paragraph 250 in Deutschland 1909 bei der 12th Annual Graduate Conference in European History vertreten.

Die GRACEH gibt es seit 2007, und sie wird abwechselnd von der Central European University in Budapest, dem European University Institute in Florenz und der Universität Wien organisiert. Die diesjährige Konferenz in Wien steht unter dem Thema „People and Ideas on the Move: Interaction, Interconnection and Entanglement“.

Elisa Heinrich spricht im Panel 2 („Gender on the Move“) am Freitag, 27. April 2018 um 9 Uhr über

„The 'Female Homosexual' as a concept on the Move: Reassessing the controversy around Paragraph 250 in Germany in 1909“.

Das gesamte Programm mit allen Panels findet sich auf der Website der Graduiertenkonferenz.


Podiumsdiskussion: Den Frauen das Stimmrecht! Wahlrecht für alle!

Rahmenprogramm zur Ausstellung „shaping democracy – the republic in 24 frames per century“

Zeit: Mo. 09.04.2018, Einlass ab 19.00 Uhr
Ort: Museumsquartier, Raum D / Q21, 1070 Wien

Podiumsdiskussion mit

Veronika Helfert, Historikerin
Corinna Oesch, Historikerin
Gerd Valchars, Politikwissenschafter
Moderation: Anton Tantner, Historiker

Vor hundert Jahren erkämpften Frauen in Österreich ihr Wahlrecht. Mit welchen Mitteln und Methoden gelang ihnen dies, wer waren ihre Gegner, wer unterstützte sie in ihrem Ansinnen? Kann das historische Wissen um diese Kämpfe für die gegenwärtigen Bemühungen um ein Wahlrecht für Alle nutzbar gemacht werden? Wer darf aus welchen Gründen wählen, wer nicht, wie wird und wurde dies jeweils begründet? Welche Auseinandersetzungen und Konflikte gab und gibt es um das Wahlrecht?


ZGT 18 – "Geschichte wird gemacht"

Vom 5. bis 7. April 2018 findet an der Universität Wien der Zeitgeschichte Tag 2018 statt.
Das Projektteam nimmt mit mehreren Vorträgen daran teil.

Zur Tagungshomepage gelangen Sie HIER, zum Programmflyer gelangen Sie HIER.

Johanna Gehmacher und Corinna Oesch nehmen am 5. April an dem Panel
"Auto/Biografie, Geschlecht und Zeitgeschichte in Relation" (Panelbeschreibung) mit folgenden Vorträgen teil:

Corinna Oesch
Relationen zwischen Biografien

Johanna Gehmacher/Katharina Prager
Auto/Biografie begreifen – ein Dialog

Elisa Heinrich trägt am 7. April im Rahmen des Panels
"Menschenrechte und Geschlecht" (Panelbeschreibung) zu folgendem Thema vor:

Elisa Heinrich
„Es scheint mir geradezu gefährlich, dass jetzt von allen Seiten ungleiches Recht für Mann und Frau verlangt wird“. Die Kontroverse um die Aufnahme weiblicher Homosexualität in das deutsche Strafrecht, 1909–1911


Tagung "Verzicht auf Traditionsstiftung und Erinnerungsarbeit?"

Von 19. bis 21. April findet in Stuttgart die Tagung "Verzicht auf Traditionsstiftung und Erinnerungsarbeit? Narrative der europäischen Frauenbewegung im 19. und 20. Jahrhundert" statt. Johanna Gehmacher und Elisa Heinrich nehmen daran teil.

Das Programm zu der von Professorin Angelika Schaser (Universität Hamburg) und Professorin Sylvia Schraut (Universität der Bundeswehr München) organisierten Tagung, für die internationale Expert_innen geladen sind, finden Sie HIER.

Johanna Gehmacher wird einen Vortrag halten mit dem Titel

Macht/Lust
Wege und Brechungen von Tradierungslinien des radikalen Feminismus

19.-21.4.2018
Tagungszentrum Hohenheim Stuttgart
Anmeldung erforderlich unter geschichte@akademie-rs.de


Où sont les femmes?

Das Goethe Institut Frankreich lädt am 15. März zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel "Où sont les femmes?" in die Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg.
Corinna Oesch
ist eine der geladenen Diskutantinnen.
Das gesamte Panel:
Anne-Laure Briatte (Allemagne), Corinna Oesch (Autriche), Paloma Albadalejo (Espagne), Nouria Yahi-Boggio (France), Cécile Kyenge (Italie), Évelyne Enderlein (Russie), Elisabeth Joris (Suisse) et Pierre-Paul Castelli (modération).

Eine Besprechung sowie Fotos finden Sie HIER.

Die Veranstaltungsreihe, die unter dem Titel

"Où sont les femmes? 1918-2018: Un siècle d'emancipation féminine"

von 2. bis 29. März 2018 stattfindet, widmet sich in unterschiedlichen Formaten der Geschichte von Frauenbewegungen und feministischen Kämpfen.


Frauentag 2018: 2. Nationalratspräsidentin lud zu Matinee "Frauen – Erinnern"

7. März 2018, Palais Epstein
Keynote Aleida Assmann "Weibliches Erinnern"
Podiumsdiskussion mit Johanna Gehmacher, Brigitte Halbmayr und Maja Haderlap

Bericht und Fotos zur Veranstaltung finden sich HIER.

Über Erinnern und Vergessen als relevante psychische Vorgänge sprach Aleida Assmann in ihrem Vortrag über "Weibliches Erinnern". Beim Übergang vom individuellen zum nationalen und kulturellen Gedächtnis gehen die Anteile von Männern und Frauen an diesem Erinnern und Gedenken oft dramatisch auseinander, so die Wissenschafterin. Einerseits stelle sich heraus, dass es signifikant häufiger Frauen sind, die sich erinnern, und dass dieses Erinnern manchmal auch eine Bedrohung für die Männer darstelle. Offen bleibe die Frage, ob das Erinnern eine weibliche Domäne sei und das Vergessen eine männliche. Darüber hinaus gehe es um die Selektionskriterien des kulturellen Gedächtnisses und der Organisation der Archive, erklärte Assmann. Hier seien Frauen lange ausgeschlossen gewesen und noch immer in der Minderheit.

In der anschließenden Diskussion analysierte Johanna Gehmacher die Entwicklungen über 100 Jahre Frauenwahlrecht und die Bildungsgeschichte aus der Frauenperspektive. Eine zentrale Frage sei, wie man die Geschichte der männlichen Privilegien sichtbar machen könne, so Gehmacher. Zum gleichen Wahlrecht könne man nicht oft genug betonen, wie viel dieses bedeutet. Die Bachmann-Preisträgerin Maja Haderlap thematisierte die Kultur des Gesprächs. Eine wesentliche kulturelle Leistung der Sprache sei die Fähigkeit, zu reflektieren, so Haderlap. Sie beschrieb darüber hinaus ihren Blick auf die Erinnerungsprozesse in ihrem Debütroman "Engel des Vergessens". Brigitte Halbmayr berichtete aus ihrem umfassenden Forschungsschwerpunkt Frauen und NS-Verfolgung über die Dokumentation der Geschichten der Überlebenden von Ravensbrück, dem Konzentrationslager für Frauen in der Zeit des Nationalsozialismus.


12. FGG-Workshop "Geschlecht – Bildung – Wissenschaft"

Herzliche Einladung zum 12. WORKSHOP DES FAKULTÄTSSCHWERPUNKTS FRAUEN- UND GESCHLECHTERGESCHICHTE „Geschlecht - Bildung - Wissenschaft“

am Freitag, den 2. März 2018, im Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum I, Altes AKH, Hof 1, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, ein.

120 und ein Jahr Frauenstudium an der Universität Wien dienten als Anreiz für das Themenfeld des diesjährigen Workshops.Die Zusammenhänge von Geschlecht, Bildung und Wissenschaft werden einmal mehr historisiert und im Rahmen von Entwicklungen der Gegenwart neu betrachtet. Der Workshop setzt sich mit den Zusammenhängen von Bildungsdiskursen und Handlungsspielräumen von Frauen auseinander und diskutiert, inwiefern die Wissenschaft als androzentrische Institution untergraben und reproduziert wurde.


KEYNOTE:

Romana Weiershausen (Saarbrücken): Wissen und/oder Leben? Die Anfänge des Frauenstudiums in der Literatur –als Teilhabe und Kritik am Wissenschaftsbetrieb

Weiters:

Johanna Gehmacher: Eine Studentin unter Beobachtung. Käthe Schirmachers persönliche und politische Bildungsprojekte – Paris, Liverpool, Danzig, Zürich (1885-1895)


Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Programm. Wir bitten um Anmeldung bis zum 28. Februar 2018 an: michaela.neuwirth@univie.ac.at

Auf zahlreiches Kommen und einen diskussionsreichen Workshop freut sich das Organisationsteam.
Theresa Adamski, Doreen Blake, Johanna Gehmacher, Gabriella Hauch, Michaela Neuwirth


Institutskolloquium Europäische Ethnologie zum Thema "Biographieren"

Das Institutskolloqium des Instituts für Europäische Ethnologie der Universität Wien widmet sich im Sommersemester 2018 dem Thema "Biographieren".

Den Auftaktvortrag am 1. März 2018 halten Johanna Gehmacher und Katharina Prager mit dem Titel

Post-Biografie? Aktuelle Begrifflichkeiten, Bedeutungen und Praktiken des Biografischen.

Das Kolloquium findet jeden Donnerstag, 15-16:30 Uhr s.t. in der Hanuschgasse 3, Seminarraum 1 statt.

Weitere interessante Vorträge:

Klara Löffler (Europäische Ethnologie), Veralltäglichungen des (Auto-)Biografischen (8.3.2018)

sowie

Li Gerhalter (Sammlung Frauennachlässe), Formen, Inhalte und Materialitäten. Tagebücher als kulturwissenschaftliche Quellen gelesen. (22.3.2018)

Das vollständige Programm ist HIER abzurufen.


Interaktionen mit Elisa Heinrich

Marie Hornschuck, ca. 1911

Elisa Heinrich ist am 11. Jänner 2018 in der Vortragsreihe INTERAKTIONEN am Institut für Zeitgeschichte zu Gast.

Im Vortrag wird Sie über Ihr laufendenes Dissertationsprojekt berichten:

Weibliche Homosexualität (Deutschland, 1870-1914). Reisen eines Konzepts durch Sexualwissenschaft, Strafrecht und Frauenbewegungen. Werkstattbericht

11. Jänner 2018, 12:00 Uhr
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte

Die Veranstaltungsankündigung finden Sie HIER.


Workshop "Sexualitäten in Österreich im 19.,20. und 21. Jahrhundert"

Am 19. Mai 2017 findet ein Workshop des Forschungsschwerpunktes Wirtschaft und Gesellschaft zum Thema "Sexualitäten in Österreich im 19., 20. und 21. Jahrhundert" statt. In diesem Rahmen hält Elisa Heinrich den Vortrag

"Daraus ergibt sich kein Recht auf den Verkehr von Frauen untereinander, wohl aber eine andere Beurteilung". Käthe Schirmachers Positionierungen zu weiblicher Homosexualität nach 1900.

Kommentar: Prof. Dr. Franz X. Eder (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien)

Das vorläufige Programm des Workshops findet sich HIER.


Buchpräsentation "Rosa und Anna Schapire"

Die Schwestern Rosa und Anna Schapire sind heute beinahe vergessen. Ihr Lebenswerk und ihre vielfältigen intellektuellen Biografien als Übersetzerinnen und Journalistinnen, als Historikerin und Kunstförderin (Rosa Schapire), als Schriftstellerin und politische Publizistin (Anna Schapire) warten darauf, wiederentdeckt zu werden.

Der von Burcu Dogramaci und Günther Sandner herausgegebene Sammelband leistet einen wichtigen Beitrag zur 'intellectual history' und schließt eine Lücke in der Geschichte der Frauenbewegung im deutschsprachigen Raum. Er enthält unter anderem Beiträge von Johanna Gehmacher und Corinna Oesch.

Buchpräsentation
BURCU DOGRAMACI, GÜNTHER SANDNER
Rosa und Anna Schapire. Sozialwissenschaft, Kunstgeschichte und Feminismus um 1900

9. Mai 2017
18.00 C. T.
IFK, Reichsratsstraße 17/DG, 1010 Wien (Eintritt frei)

Mit einer Einführung von Johanna Gehmacher (Institut für Zeitgeschichte) und Friedrich Stadler (Institut Wiener Kreis), anschließend Thomas Macho (IFK) im Gespräch mit den beiden HerausgeberInnen.

Eine Kooperation vom Institut Wiener Kreis, dem Forschungsschwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte der Universität Wien und dem IFK.


Kolloquium "Käthe Schirmachers Frauenbewegungen – eine kontroverse Aktivistin im Kontext"

JETZT ONLINE!
Die Abstracts aller Vorträge finden Sie ab nun unter diesem Link!

Bildungspionierin, Schriftstellerin und Journalistin, radikale Frauenrechtsaktivistin, deutschnationale Politikerin und völkische Ideologin, öffentliche Dokumentarin von Frauenbewegungsaktivitäten - mit diesen Charakterisierungen sind nur einige der Kontexte angesprochen, in denen die streitbare und umstrittene Aktivistin Käthe Schirmacher (1865-1930) greifbar wird.

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg war sie durch ihre intensive, mehrsprachige Publikationstätigkeit wie auch durch europaweite Vortragsreisen weithin bekannt, ja eine öffentliche Figur; heute wird sie – wohl nicht zuletzt aufgrund ihrer kontroversiellen Positionierungen – kaum noch erinnert.

Das FWF-Projekt „Engagement und Professionalisierung. Käthe Schirmacher (1865-1930) – Selbstentwürfe zwischen radikaler Frauenbewegung und völkischem Nationalismus“ setzt sich mit ihren umfangreichen Hinterlassenschaften auseinander und macht Käthe Schirmacher als paradigmatische Protagonistin der sich um 1900 dynamisierenden Transformationsprozesse der Geschlechterverhältnisse sichtbar.

Zu den Konstellationen, in denen Schirmachers politische Interventionen wirksam wurden, zählen u.a. die Auseinandersetzung mit der Prostitution im Rahmen des Abolitionismus, die transnationalen Netzwerke der (radikalen) Frauenbewegung und das völkische Milieu der Weimarer Republik.

Die Veranstaltung knüpft damit an die im Rahmen des Forschungsprojekts entwickelte Plattform „Die vielen Biographien der Käthe Schirmacher – eine virtuelle Konferenz“ an, in deren Rahmen Wissenschafter_innen gebeten wurden, über ihre Auseinandersetzungen mit dieser historischen Akteurin zu reflektieren. Das Kolloquium „Käthe Schirmachers Frauenbewegungen“ will die Diskussion um die genannten Handlungsfelder vorantreiben und mit Überlegungen zu den Möglichkeiten eines offenen biographischen Forschungsprozesses verbinden.

Zum PROGRAMMFOLDER

Wir bitten um Anmeldung bis 20.11.2016 unter: Schirmacher.Zeitgeschichte@univie.ac.at


Vortrag beim 10. Workshop des Netzwerks Biographieforschung

Am 11.11.2016 fand der 10. Workshop des Netzwerks Biographieforschung zum Thema „Digitale Praktiken – Ungeordnete Anwendungen“ am Institut für Zeitgeschichte statt.

In diesem Rahmen gaben Johanna Gehmacher und Elisa Heinrich Einblicke in ihre Arbeit mit dem Nachlass der Frauenrechtsaktivistin und in späteren Lebensjahren völkisch ausgerichteten Nationalistin Käthe Schirmacher.

Unter dem Vortragstitel

"Am Beispiel Käthe Schirmacher: analoge und digitale Transformationen einer Hinterlassenschaft"

diskutierten sie die vielfachen, analog wie digital organisierten, einander überlagernden Ordnungen, wie sie sich an ihrem Forschungsmaterial aus dem Nachlass Käthe Schirmachers abzeichnen und stellten die Möglichkeiten, aber auch Grenzen digitaler Tools vor, die die Forscherinnengruppe entwickelt hat, um diese Transformationen und Überlagerungen erfassen zu können.

Zum Programm des Workshops >>

Zur Website des Netzwerks Biographieforschung >>


Vorträge an der Universität München

Johanna Gehmacher und Corinna Oesch nehmen mit je einem Vortrag an dem internationalen Workshop 

Rosa und Anna Schapire − Eine intellektuelle Doppelbiographie. Sozialwissenschaft, Kunstgeschichte und Feminismus um 1900,

der von 24. bis 25. Juni 2016 am Center for Advanced Studies an der Universität München stattfinden wird, teil.

Die Termine im Überblick:

Freitag, 24. Juni 2016
17.00-17.45 Uhr
Johanna Gehmacher (Wien)
Die "Frauenfrage". Entwürfe einer Bewegung zwischen Mobilisierung und Historisierung

Samstag, 25. Juni 2016
9.30-10.15 Uhr
Corinna Oesch (Wien)
Frauen und frauenpolitisches Engagement in Wissenschaft und Journalismus - am Beispiel von Käthe Schirmacher und Anna Schapire

Zum Programm.

Nähere Informationen unter Center for Advanced Studies, LMU München.


'Konstruktive Unruhe' – Teilnahme an Zeitgeschichte-Tag 2016

Johanna Gehmacher und Elisa Heinrich nehmen mit Vorträgen und im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Zeitgeschichte-Tag (9.- 11. Juni 2016) an der Universität Graz teil.

Johanna Gehmacher spricht in einem Panel mit dem Titel "Das Tagebuch als historischer Quellentypus" zu 

Pragmatische Verzeichnungen. Zur Intertextualität von Käthe Schirmachers Tagebüchern

Nähere Informationen zu Programm und Ablauf finden Sie unter https://zeitgeschichtetag.uni-graz.at/de/programm/


Vortrag von Elisa Heinrich am Centre Marc Bloch, Berlin

Vortrag von Elisa Heinrich:

Vom Reden und Schweigen. Zur Auseinandersetzung der deutschen Frauenbewegung mit weiblicher Homosexualität um 1900

im Rahmen der internationalen Tagung

Staat und Homosexualitäten im 20. Jh:
Brüche und Kontinuitäten in französisch- und deutschsprachigen Ländern

Centre Marc Bloch, Berlin
27.-28. Mai 2016

Zum Programm


Gastvortrag von Corinna Oesch an der Universität Innsbruck

Einladung zum Gastvortag von

Dr.in Corinna Oesch (Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien)

Verstreute Spuren - biographisches Kaleidoskop.
Ein Rückblick auf die Biographien von Maria Hofer (1894-1977) und Yella Hertzka (1873-1948)

Donnerstag, 28. April 2016, 19:00 Uhr
Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Innsbruck

Der Gastvortrag ist Auftaktveranstaltung des 5. Studientags "Biographische Spurensuche im Archiv" der Forschungsgruppe Auto_Biographie - De_Rekonstruktionen, der am Freitag 29. April in den Räumen des Forschungsinstituts Brenner-Archiv stattfindet.

Zur Einladung.

Nähere Informationen siehe
https://www.uibk.ac.at/geschlechterforschung/geschlechterforschungprofil/autobiografieforschungsaktivitaeten.html


Johanna Gehmacher kommentiert Hanna Hackers "Frauen* und Freund_innen"

Am 14. Jänner 2016 wurde Hanna Hackers neu aufgelegtes und einer Relektüre durch die Autorin unterzogenes Buch

Frauen* und Freund_innen. Lesarten "weiblicher Homosexualität". Österreich 1870-1938


in der Aula am Campus der Universität Wien präsentiert. Johanna Gehmacher kommentierte und würdigte die Neuauflage des Buches im Rahmen der Festveranstaltung.

Lesen Sie hier Ihren Redebeitrag nach.


9. Workshop des Forschungsschwerpunkts Frauen- und Geschlechtergeschichte

Das Projektteam nahm mit Beiträgen an dem Workshop des Forschungsschwerpunkts Frauen- und Geschlechtergeschichte mit dem Titel

"Geschichte, Geschlecht, Performance – Forschungsansätze und Perspektiven"

am 04.12.2015 im Elise-Richter-Saal teil.

Elisa Heinrich referierte zum Thema

"Wer spricht, wer schweigt? Zur These der schweigsamen Frauenbewegung zu weiblicher Homosexualität um 1900".

Anschließend präsentierten Johanna Gehmacher, Elisa Heinrich und Corinna Oesch das neue Modul der Homepage

"Die vielen Biographien der Käthe Schirmacher eine virtuelle Konferenz"

dem interessierten Publikum.

Zum Programm.


Strategische Kommunikationen – konflikthafte Beziehungen. Neue Perspektiven auf bürgerliche Frauenbewegungen um 1900

Das Projektteam war gemeinsam mit Birgitta Bader-Zaar mit einem Panel am Österreichischen Historikertag (14.-16.9.2015) an der Universität Linz zu Gast.

Inhalt
Soziale und politische Bewegungen sind – das gilt für soziale Reformbewegungen um die Jahrhundertwende ebenso wie für politische Bewegungen der Gegenwart – soziale Felder, deren Existenz und Dynamik maßgeblich von persönlichen Beziehungen und Netzwerken getragen sind. Programmatische und strategische Entscheidungen sind damit auf die Herstellung von funktionierenden bewegungsinternen Formen der Kommunikation und auf die Aufrechterhaltung von Netzwerken angewiesen, in die politische Allianzen ebenso eingehen wie persönliche Beziehungen und Fragen ökonomischer Ressourcen.

Nicht zuletzt aufgrund der hohen Bedeutung informeller Kommunikationsräume wirkten bürgerliche Frauenbewegungen um 1900 dabei zugleich als ein sozialer Raum, in dem unterschiedliche Formen persönlicher Lebens- und Beziehungsgestaltung entwickelt – und auch wieder verworfen werden – konnten. Insofern wirkte der Bewegungszusammenhang auch als ein ‚Laboratorium der Moderne‘, in dem Lebenspläne und Beziehungsformen neu definiert und transformiert werden konnten.

Das vorgeschlagene Panel geht auf unterschiedlichen Ebenen den spezifischen Kommunikationsformen und Beziehungskonstellationen nach, die im Kontext bürgerlicher Frauenbewegungen um 1900 entwickelt wurden und fragt nach symptomatischen Konfliktfeldern. Zur Diskussion gestellt werden dabei innovative Analysen und Reflexionen u.a. zum Modus des Inter/Nationalen als einem wichtigen Motor frauenbewegten Engagements, zu Diskursen des Kommunalen als quasi-privater Raum, zu den Folgen der zunehmenden Diskursivierung von Sexualität für die Beziehungen zwischen Frauen wie auch zu Reisepraktiken im Kontext nationaler und internationaler Frauenbewegungen. Werden die Thesen der vorgeschlagenen Referate dabei vor allem an Beispielen aus deutschen und österreichischen Frauenbewegungszusammenhängen entwickelt, so beziehen die Beiträgerinnen sowohl vergleichende Perspektiven als auch Fragen des Kulturtransfers ein und beanspruchen damit in Diskussionen und Konzepte der Frauenbewegungsforschung auch im internationalen Forschungskontext zu intervenieren.

Beiträge

Corinna Oesch
Der Modus des Inter/Nationalen in Frauenbewegungen: »Lost in transnationalism«?

Birgitta Bader-Zaar
Kommunales versus parlamentarisches Wahlrecht? Strategieentscheidungen österreichischer und deutscher Frauenorganisationen ab den 1890er Jahren

Elisa Heinrich
Prekäre Beziehungen? Zur Transformation frauenbezogener Lebensmodelle um 1900

Johanna Gehmacher
Reisekostenabrechnung. Kulturen und Ökonomien des Reisens im Milieu bürgerlicher Frauenbewegungen um 1900

Dr.in Heidrun Zettelbauer, Universität Graz (Chair)
Prof.in Angelika Schaser, Universität Hamburg (Kommentar)


Die Abstracts zu den Beiträgen finden sie HIER.


Buchpräsentation "Yella Hertzka" von Corinna Oesch

„GenderTalk Geschichte“ mit Dr.in Corinna Oesch (Universität Wien)

Buchpräsentation: Yella Hertzka (1873-1948). Vernetzungen und Handlungsräume in der österreichischen und internationalen Frauenbewegung, Innsbruck u.a. 2014.

Donnerstag, 6.11.2014, 18 Uhr
Lesesaal der Fachbereichsbibliothek Geschichtswissenschaften,
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

Kommentar von Dr.in Margit Göttert (gFFZ Frankfurt am Main)
Moderation Dr.in Natascha Vittorelli (Universität Wien) 

Im Anschluss Wine, Cheese & Cake.

Yella Hertzka (1873-1948) war eine Frauenrechtlerin aus Österreich, die auffallend viele und breit gefächerte transnationale Beziehungen unterhielt. Die vorliegende Biographie basiert auf einer Untersuchung von Praktiken für länderübergreifende Vernetzungen und der Rekonstruktion ausgewählter Handlungsräume: Es sind dies der Frauenklub in Wien, eine Gartenbauschule für Frauen, die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, Flucht und Exil und der Musikverlag Universal-Edition. Ein Fokus der Arbeit liegt auf persönlichen Beziehungen als einem wesentlichen Motor von sozialen Bewegungen. Yella Hertzkas Aktivitäten machen die Verwobenheit vielfältiger Reformdiskurse in der Zeit um 1900 bis Ende der 1930er Jahre deutlich.


Zu den Personen:

Margit Göttert ist wissenschaftliche Koordinatorin des Gender- und Frauenforschungszentrums der Hessischen Hochschulen und Frauenbeauftragte der Frankfurt University of Applied Sciences.
Publikationen u.a.: Macht und Eros. Frauenbeziehungen und weibliche Kultur um 1900 – eine neue Perspektive auf Helene Lange und Gertrud Bäumer, Königstein/Taunus 2000.

Corinna Oesch ist Mitarbeiterin im Projekt „Engagement und Professionalisierung. Käthe Schirmacher (1865-1930)“ am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.
Publikationen u.a.: Die Komponistin Maria Hofer (1894-1977). Frauenzusammenhänge und Musik (Frauentöne Bd. 8, hg. von Elena Ostleitner), Wien/Strasshof 2010.

Natascha Vittorelli ist Projektassistentin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Aktuelles Projekt: „Der irreguläre Partisan. Die Erzählung über den jugoslawischen ‚Volksbefreiungskampf‘ und das ‚Problem der Partisanin‘ (1945-1991)“
Publikationen u.a.: Frauenbewegung um 1900. Über Triest nach Zagreb, Wien 2007.

Veranstalter_innen:

Forschungsschwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien in Kooperation mit den Instituten für Geschichte und für Zeitgeschichte der Universität Wien