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Kolloquium "Käthe Schirmachers Frauenbewegungen - eine kontroverse Aktivistin im Kontext"

JETZT ONLINE!
Die Abstracts aller Vorträge finden Sie ab nun unter diesem Link!

Bildungspionierin, Schriftstellerin und Journalistin, radikale Frauenrechtsaktivistin, deutschnationale Politikerin und völkische Ideologin, öffentliche Dokumentarin von Frauenbewegungsaktivitäten - mit diesen Charakterisierungen sind nur einige der Kontexte angesprochen, in denen die streitbare und umstrittene Aktivistin Käthe Schirmacher (1865-1930) greifbar wird.

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg war sie durch ihre intensive, mehrsprachige Publikationstätigkeit wie auch durch europaweite Vortragsreisen weithin bekannt, ja eine öffentliche Figur; heute wird sie – wohl nicht zuletzt aufgrund ihrer kontroversiellen Positionierungen – kaum noch erinnert.

Das FWF-Projekt „Engagement und Professionalisierung. Käthe Schirmacher (1865-1930) – Selbstentwürfe zwischen radikaler Frauenbewegung und völkischem Nationalismus“ setzt sich mit ihren umfangreichen Hinterlassenschaften auseinander und macht Käthe Schirmacher als paradigmatische Protagonistin der sich um 1900 dynamisierenden Transformationsprozesse der Geschlechterverhältnisse sichtbar.

Zu den Konstellationen, in denen Schirmachers politische Interventionen wirksam wurden, zählen u.a. die Auseinandersetzung mit der Prostitution im Rahmen des Abolitionismus, die transnationalen Netzwerke der (radikalen) Frauenbewegung und das völkische Milieu der Weimarer Republik.

Die Veranstaltung knüpft damit an die im Rahmen des Forschungsprojekts entwickelte Plattform „Die vielen Biographien der Käthe Schirmacher – eine virtuelle Konferenz“ an, in deren Rahmen Wissenschafter_innen gebeten wurden, über ihre Auseinandersetzungen mit dieser historischen Akteurin zu reflektieren. Das Kolloquium „Käthe Schirmachers Frauenbewegungen“ will die Diskussion um die genannten Handlungsfelder vorantreiben und mit Überlegungen zu den Möglichkeiten eines offenen biographischen Forschungsprozesses verbinden.

Zum PROGRAMMFOLDER

Wir bitten um Anmeldung bis 20. 11. 2016 unter: Schirmacher.Zeitgeschichte@univie.ac.at


Vortrag beim 10. Workshop des Netzwerks Biographieforschung

Am 11.11.2016 fand der 10. Workshop des Netzwerks Biographieforschung zum Thema „Digitale Praktiken – Ungeordnete Anwendungen“ am Institut für Zeitgeschichte statt.

In diesem Rahmen gaben Johanna Gehmacher und Elisa Heinrich Einblicke in ihre Arbeit mit dem Nachlass der Frauenrechtsaktivistin und in späteren Lebensjahren völkisch ausgerichteten Nationalistin Käthe Schirmacher.

Unter dem Vortragstitel

"Am Beispiel Käthe Schirmacher: analoge und digitale Transformationen einer Hinterlassenschaft"

diskutierten sie die vielfachen, analog wie digital organisierten, einander überlagernden Ordnungen, wie sie sich an ihrem Forschungsmaterial aus dem Nachlass Käthe Schirmachers abzeichnen und stellten die Möglichkeiten, aber auch Grenzen digitaler Tools vor, die die Forscherinnengruppe entwickelt hat, um diese Transformationen und Überlagerungen erfassen zu können.

Zum Programm des Workshops >>

Zur Website des Netzwerks Biographieforschung >>


Vorträge an der Universität München

Johanna Gehmacher und Corinna Oesch nehmen mit je einem Vortrag an dem internationalen Workshop 

Rosa und Anna Schapire − Eine intellektuelle Doppelbiographie. Sozialwissenschaft, Kunstgeschichte und Feminismus um 1900,

der von 24. bis 25. Juni 2016 am Center for Advanced Studies an der Universität München stattfinden wird, teil.

Die Termine im Überblick:

Freitag, 24. Juni 2016
17.00-17.45 Uhr
Johanna Gehmacher (Wien)
Die "Frauenfrage". Entwürfe einer Bewegung zwischen Mobilisierung und Historisierung

Samstag, 25. Juni 2016
9.30-10.15 Uhr
Corinna Oesch (Wien)
Frauen und frauenpolitisches Engagement in Wissenschaft und Journalismus - am Beispiel von Käthe Schirmacher und Anna Schapire

Zum Programm.

Nähere Informationen unter Center for Advanced Studies, LMU München.


'Konstruktive Unruhe' - Teilnahme an Zeitgeschichte-Tag 2016

Johanna Gehmacher und Elisa Heinrich nehmen mit Vorträgen und im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Zeitgeschichte-Tag (09.- 11. Juni 2016) an der Universität Graz teil.

Johanna Gehmacher spricht in einem Panel mit dem Titel "Das Tagebuch als historischer Quellentypus" zu 

Pragmatische Verzeichnungen. Zur Intertextualität von Käthe Schirmachers Tagebüchern

Nähere Informationen zu Programm und Ablauf finden Sie unter https://zeitgeschichtetag.uni-graz.at/de/programm/


Vortrag von Elisa Heinrich am Centre Marc Bloch, Berlin

Vortrag von Elisa Heinrich:

Vom Reden und Schweigen. Zur Auseinandersetzung der deutschen Frauenbewegung mit weiblicher Homosexualität um 1900

im Rahmen der internationalen Tagung

Staat und Homosexualitäten im 20. Jh:
Brüche und Kontinuitäten in französisch- und deutschsprachigen Ländern

Centre Marc Bloch, Berlin
27.-28. Mai 2016

Zum Programm


Gastvortrag von Corinna Oesch an der Universität Innsbruck

Einladung zum Gastvortag von

Dr.in Corinna Oesch (Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien)

Verstreute Spuren - biographisches Kaleidoskop.
Ein Rückblick auf die Biographien von Maria Hofer (1894-1977) und Yella Hertzka (1873-1948)

Donnerstag, 28. April 2016, 19:00 Uhr
Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Innsbruck


Der Gastvortrag ist Auftaktveranstaltung des 5. Studientags Biographische Spurensuche im Archiv der Forschungsgruppe Auto_Biographie - De_Rekonstruktionen, der am Freitag 29. April in den Räumen des Forschungsinstituts Brenner-Archiv stattfindet.

Zur Einladung.

Nähere Informationen siehe
https://www.uibk.ac.at/geschlechterforschung/geschlechterforschungprofil/autobiografieforschungsaktivitaeten.html


Johanna Gehmacher als Kommentatorin bei der Buchpräsentation von Hanna Hackers "Frauen* und Freund_innen"

Am 14. Jänner 2016 wurde Hanna Hackers neu aufgelegtes und einer Relektüre durch die Autorin unterzogenes Buch

Frauen* und Freund_innen. Lesarten "weiblicher Homosexualität". Österreich 1870-1938


in der Aula am Campus der Universität Wien präsentiert.

Hanna Hacker, Frauen und Freundinnen. Lesarten „weiblicher Homosexualität“ in Österreich 1870-1938, Wien 2015 auf den Seiten des Zaglossus Verlag >>

Johanna Gehmachers Redebeitrag bei der Veranstaltung können Sie hier einsehen >>

9. Workshop des Forschungsschwerpunkts Frauen- und Geschlechtergeschichte


Das Projektteam nahm mit Beiträgen an dem Workshop des Forschungsschwerpunkts Frauen- und Geschlechtergeschichte mit dem Titel "Geschichte, Geschlecht, Performance – Forschungsansätze und Perspektiven" am 04.12.2015 im Elise-Richter-Saal teil.

Elisa Heinrich referierte zum Thema
"Wer spricht, wer schweigt? Zur These der schweigsamen Frauenbewegung zu weiblicher Homosexualität um 1900"
.
Anschließend präsentierten Johanna Gehmacher, Elisa Heinrich und Corinna Oesch das neue Modul der Homepage
"Die vielen Biographien der Käthe Schirmacher - eine virtuelle Konferenz"

dem interessierten Publikum.

Zum Programm.

Panel im Rahmen des Österreichischen Historikertags

Das Projektteam war mit dem Panel
Strategische Kommunikationen - konflikthafte Beziehungen. Neue Perspektiven auf bürgerliche Frauenbewegungen um 1900

am Österreichischen Historikertag, von 14. - 16. September 2015, an der Universität Linz vertreten.


Inhalt
Soziale und politische Bewegungen sind – das gilt für soziale Reformbewegungen um die Jahrhundertwende ebenso wie für politische Bewegungen der Gegenwart – soziale Felder, deren Existenz und Dynamik maßgeblich von persönlichen Beziehungen und Netzwerken getragen sind. Programmatische und strategische Entscheidungen sind damit auf die Herstellung von funktionierenden bewegungsinternen Formen der Kommunikation und auf die Aufrechterhaltung von Netzwerken angewiesen, in die politische Allianzen ebenso eingehen wie persönliche Beziehungen und Fragen ökonomischer Ressourcen.

Nicht zuletzt aufgrund der hohen Bedeutung informeller Kommunikationsräume wirkten bürgerliche Frauenbewegungen um 1900 dabei zugleich als ein sozialer Raum, in dem unterschiedliche Formen persönlicher Lebens- und Beziehungsgestaltung entwickelt – und auch wieder verworfen werden – konnten. Insofern wirkte der Bewegungszusammenhang auch als ein ‚Laboratorium der Moderne‘, in dem Lebenspläne und Beziehungsformen neu definiert und transformiert werden konnten.

Das vorgeschlagene Panel geht auf unterschiedlichen Ebenen den spezifischen Kommunikationsformen und Beziehungskonstellationen nach, die im Kontext bürgerlicher Frauenbewegungen um 1900 entwickelt wurden und fragt nach symptomatischen Konfliktfeldern. Zur Diskussion gestellt werden dabei innovative Analysen und Reflexionen u.a. zum Modus des Inter/Nationalen als einem wichtigen Motor frauenbewegten Engagements, zu Diskursen des Kommunalen als quasi-privater Raum, zu den Folgen der zunehmenden Diskursivierung von Sexualität für die Beziehungen zwischen Frauen wie auch zu Reisepraktiken im Kontext nationaler und internationaler Frauenbewegungen. Werden die Thesen der vorgeschlagenen Referate dabei vor allem an Beispielen aus deutschen und österreichischen Frauenbewegungszusammenhängen entwickelt, so beziehen die Beiträgerinnen sowohl vergleichende Perspektiven als auch Fragen des Kulturtransfers ein und beanspruchen damit in Diskussionen und Konzepte der Frauenbewegungsforschung auch im internationalen Forschungskontext zu intervenieren.

Beiträge

Corinna Oesch
Der Modus des Inter/Nationalen in Frauenbewegungen: „Lost in transnationalism“?

Birgitta Bader-Zaar
Kommunales versus parlamentarisches Wahlrecht? Strategieentscheidungen österreichischer und deutscher Frauenorganisationen ab den 1890er Jahren

Elisa Heinrich
Prekäre Beziehungen? Zur Transformation frauenbezogener Lebensmodelle um 1900

Johanna Gehmacher
Reisekostenabrechnung. Kulturen und Ökonomien des Reisens im Milieu bürgerlicher Frauenbewegungen um 1900

Heidrun Zettelbauer (Universität Graz) - Chair

Angelika Schaser (Universität Hamburg) - Kommentar

Die Abstracts zu den Beiträgen finden sie --> HIER.

Einladung zur Buchpräsentation

„GenderTalk Geschichte“ mit Dr.in Corinna Oesch (Universität Wien)

Buchpräsentation: Yella Hertzka (1873-1948).
Vernetzungen und Handlungsräume in der österreichischen und internationalen Frauenbewegung, Innsbruck u.a. 2014.


Donnerstag, 6. November 2014, 18:00 Uhr
Lesesaal der Fachbereichsbibliothek Geschichtswissenschaften,
Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

Kommentar: Dr.in Margit Göttert (gFFZ Frankfurt am Main)

Moderation: Dr.in Natascha Vittorelli (Universität Wien) 

Im Anschluss Wine, Cheese & Cake.

Yella Hertzka (1873-1948) war eine Frauenrechtlerin aus Österreich, die auffallend viele und breit gefächerte transnationale Beziehungen unterhielt. Die vorliegende Biographie basiert auf einer Untersuchung von Praktiken für länderübergreifende Vernetzungen und der Rekonstruktion ausgewählter Handlungsräume: Es sind dies der Frauenklub in Wien, eine Gartenbauschule für Frauen, die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, Flucht und Exil und der Musikverlag Universal-Edition. Ein Fokus der Arbeit liegt auf persönlichen Beziehungen als einem wesentlichen Motor von sozialen Bewegungen. Yella Hertzkas Aktivitäten machen die Verwobenheit vielfältiger Reformdiskurse in der Zeit um 1900 bis Ende der 1930er Jahre deutlich.

Zu den Personen:
Margit Göttert ist wissenschaftliche Koordinatorin des Gender- und Frauenforschungszentrums der Hessischen Hochschulen und Frauenbeauftragte der Frankfurt University of Applied Sciences.
Publikationen u.a.: Macht und Eros. Frauenbeziehungen und weibliche Kultur um 1900 – eine neue Perspektive auf Helene Lange und Gertrud Bäumer, Königstein/Taunus 2000.
Corinna Oesch ist Mitarbeiterin im Projekt „Engagement und Professionalisierung. Käthe Schirmacher (1865-1930)“ am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.
Publikationen u.a.: Die Komponistin Maria Hofer (1894-1977). Frauenzusammenhänge und Musik (Frauentöne Bd. 8, hg. von Elena Ostleitner), Wien/Strasshof 2010.
Natascha Vittorelli ist Projektassistentin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Aktuelles Projekt: „Der irreguläre Partisan. Die Erzählung über den jugoslawischen ‚Volksbefreiungskampf‘ und das ‚Problem der Partisanin‘ (1945-1991)“
Publikationen u.a.: Frauenbewegung um 1900. Über Triest nach Zagreb, Wien 2007.

VeranstalterInnen:
Forschungsschwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien in Kooperation mit den Instituten für Geschichte und für Zeitgeschichte der Universität Wien

Institut für Zeitgeschichte

Altes AKH
Spitalgasse 2-4
A-1090 Wien

T: +43-1-4277-412 39
E-Mail
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0